PEDRO LENZ & CHRISTIAN BRANTSCHEN

Live: Lesung „Primitivo“ mit musikalischer Begleitung in der La Cappella am 30. Oktober 2023

Bild Fredi Hallauer

Pedro Lenz erzählte und las aus seinem in Mundart geschriebenen Buch „Primitivo“. Christian Brantschen spielte auf dem Flügel sozusagen den Soundtrack. Zwischendurch sang er sogar eine Melodie oder „Stirr It Up“ von Bob Marley. Die Geschichte von „Primitivo“ handelt von dem Maurer Primitivo, dem Maurerlehrling Charly, den Kollegen auf der Baustelle, seinen Kollegen, einer schönen Frau die er versucht für sich zu gewinnen und seinem Widersacher. Die Geschichte beginnt mit dem tödlichen Arbeitsunfall von Primitivo. Dann gibt es Rückblenden und Vorwärtsschauen auf das Leben von Charly. Mehr von der Geschichte möchte ich hier nicht verraten. Pedro Lenz lernte selber Maurer und so merkte man schnell, dass die Sprache sehr authentisch ist, den Umgang auf der Baustelle, die Sprüche, das Verhalten der einzelnen Akteure. Jung war natürlich Pedro Lenz auch einmal und erst noch auf dem Lande aufgewachsen, wo wenig Unterhaltung angeboten wurde. So waren auch diese Szenen beim Waldfest oder an einem Polo Hofer Konzert sehr authentisch. Pedro Lenz las einfach ein paar Szenen vor, etwas 90 Minuten lang und man konnte so richtig in diese Geschichte eintauchen. Den Schluss lernte man nicht kennen, was aber dem vergnüglichen Abend keinen Abbruch tat.

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Fredi Hallauer

URSUS WEHRLI

Live: „Kunst aufräumen“ in der La Cappella am 25. Oktober 2023

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Der Abend begann mit einem kleinen Video wo man sah, wie Ursus Wehrli das Laub auf einer Wiese aufräumt, sortiert und schöne ausgerichtete rechtige Muster damit legt und dann kam der Laubbläser. Solche Überraschungen gab es den ganzen Abend. Mit viel Witz präsentierte er Bilder von grossen Malern und dazu wie es aussieht wenn er es aufgeräumt hat. Viel Witz und intelligenter Blödsinn gab es zu hören und viel zu lachen an diesem Abend. Er räumte auch den Globus auf in einen Würfel wo niemand auf die andere Seite kann, somit gibt es keine religiöse Konflikte mehr, oder das Zimmer von Van Gogh räumte er so auf, dass es nach einem aufgeräumten Zimmer aussah, ein Bild mit vielen Leuten von Breughel, da schickte er alle Leute nach Hause und es war nur noch der Stadtplatz zu sehen, Meret Oppenheims Pelztasse wurde eine normale Teetasse mit Löffeli und daneben ein Hase. Es ging Schlag auf Schlag. Er versteigerte dann noch zwei aufgeräumte Bilder und als Zugabe räumte er Flaggen auf. Wer wusste, dass wenn man die Schweizer Flagge aufräumt es die Flagge von Österreich gibt. Einen unterhaltsameren Abend kann man sich kaum vorstellen.

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Fredi Hallauer

ASS-DUR

Live: „Celebration“ in der La Cappella am 18. Oktober 2023

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Das Brüder Duo ist mit ihrem neuen Programm Celebration unterwegs. am 18. Oktober war in Bern die Bern Premiere. Es ist ein neues Programm, mit ein paar bereits bekannten Elementen, aber auch mit viel Neuem. Die Brüder messen sich dauernd und jeder will der bessere, der beliebtere sein. Jeder sagt der andere erzählt die schlechten Witze, und beide sind grosse Musiker am Piano und der Geige. Sie wollen gegen die schlechten und traurigen Nachrichten ankämpfen und spielten so, die Klassiker wie Türkischer Marsch von Mozart oder die 5.te von Beethoven in Dur statt in Moll. Der eine spielte viele Popnummern wie „Barbie Girl“, „Atemlos“, „Eye Of The Tiger“ oder „Bohemian Rhapsodie im Stile von Mozart, Bach, Tschaikowsky oder Liszt. Alles ohne Noten und genial. Dazwischen gab es Platz für viel Blödsinn und höherem Blödsinn. Vor der Pause spielten beide Klavier und zogen sich um in glamour Kleider. Teils jeder für sich oder der eine half dem anderen, so dass das Klavierstück nicht abgebrochen wurde. Als Zugabe gab es noch „Tanzen im Sitzen“. Ja Ass-Dur ist beste Unterhaltung es durfte gestaunt und viel gelacht werden. Ein Musikkabarett-Duo, welches man nicht verpassen darf.

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Fredi Hallauer

DUO LUNA-TIC

Live: „Hits mit Tics – die Rosinen aus 16 Jahren Duo Luna-tic“ in der La Cappella am 10. Oktober 2023

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Das Duo Luna-tic trat im Rahmen 25 Jahre La Cappella auf. Beide Frauen haben innerhalb zweier Tage Geburtstag. Stéfanie Lang und Judith Bach traten wie gewohnt als Olli und Claire auf. Vier Hände, zwei Stimmen und ein rollendes Klavier boten die Grundlage für ein tolles und ausgiebiges Musikkabarett Programm bei dem viel gelacht wurde, dazwischen hatte es aber auch Nachdenkliches. Es ist erstaunlich wie die beiden Frauen aus Liedern und Szenen der letzten 16 Jahren ein Programm zusammengebaut hatten, an dem es nichts auszusetzen gab. Es war kein Birchermüesli, sondern die Rückschau bekam einen neuen Faden, welcher hielt. Es ging um Liebe, darum den Mann zu finden der zu einem passt oder sich finden zu lassen, um Freundschaft zwischen den beiden, welche immer wieder fast entgleiste. Eigentlichgibt es gar nicht soviel zu schreiben, es war einfach etwas vom Besten, wenn nicht das Beste, was in letzter Zeit auf Kleinkunstbühnen zu sehen war. Es war einfach gut und uns fiel nicht der kleinste Makel auf. Einfach ein grosasartiger und sehr unterhaltsamer Abend.

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Fredi und Kathrin Hallauer

SIMON CHEN

Live: „Im Anfang war das Wort“ Vorpremiere in der La Cappella am 19. September 2023

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Am Anfang spielte Simon Chen den Schöpfer und liess es es Licht werden. Er spielte dann die Szene nochmals und zitierte aus der Zürcher Bibel, Genesis. Dann kamen Adam und Eva als Handpuppen ins Spiel und schon bald stand der Duden da. Simon Chen spielte mit Wörtern und Bedeutungen und stellte Fragen. „Hat Gott die Welt erschaffen oder haben wir Gott erschaffen?“ Er las Kalendersätze und-weisheiten, spielte mit den Betonungen von Wörtern, welche vor allem in der gesprochenen Sprache plötzlich zu seltsamen Wortspielen werden. Dazwischen kamen immer wieder sehr tiefsinnige Aussagen, manchmal auch höherer Blödsinn und einfach Sachen die wirklich stimmten. Inhaltlich ist an diesem Programm nicht auszusetzen, aber es waren einfach viel zuviele Wörter, Sätze und Wortspielereien. Es fehlte auch der Rote Faden, welche er im Duden fand, aber der war sehr kurz. Dazu kam, dass er von sich sehr eingenommen war, also er da oben und wir das Publikum da unten. Er war auch sehr lehrerhaft. Simon Chen hat noch Zeit bis zur Premiere am 30. September über die Bücher zu gehen.

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Fredi Hallauer

RIGOLO TANZTHEATER

Live: „ITHIR“ im Kulturhof Köniz am 14. September 2023

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Das Tanztheater Rigolo gastierte mit dem zweiten Stück in Köniz. Inszenierung und Leitung hat Marulo Eugster, welche auch selber tanzte. Mit ihr standen eine weitere Tänzerin und ein Kontrabassist auf der Bühne. Ithir zeigte den Kreislauf, die Welt, den Menschen und die Unendlichkeit des Universums. Dieses Tanztheater kann man nicht erklären, man muss es erleben. Eine Figur hatte eine Off-Stimme und gab sehr poetisch vielleicht die nötigen Erläuterungen. Ein Kontrabassist spielte live und dazu kamen Musikeinspielungen von sehr spezieller Musik mit Elektronik, Perkussion und analogen Instrumenten. Manchmal wurde alles apokalyptisch um im nächsten Teil, versponnen, verspielt und lustig zu werden. Die verschiedensten Techniken wurden eingesetzt wie weiche Lehmmasken, grosse Steine, Lehm und Tücher. Alles war sehr ausgeklügelt, jede Bewegung stimmte und die Botschaft wird nonverbal übertragen. Vielleicht kann man die Quintessenz so zusammenfassen: „Wir Menschen sind Teil der Natur“. Eine wunderbare Aufführung und Inszenierung auch für Menschen, welche mit Tanz sonst nicht allzuviel anfangen können. Das hier ist mehr, viel mehr.

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Fredi Hallauer

CHRISTOPH SIMON

Live: „Krimi, Krimi“ in der La Cappella am 6. August 2023

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Im Rahmen des 25 Jahr Jubiläums lud die La Cappella Christoph Simon ein, an seinem Geburtstag ein spezielles Programm zu präsentieren. Er entschied sich für „Krimi, Krimi“, eine spezielle Zusammenstellung von drei Kriminalgeschichten, welche er einmal geschrieben hatte. Die erste Geschichte handelte in einem Nobelhotel in Bern, welche er für das Hotel schrieb, der zweite Fall führte ins Kunstmuseum Thun, den er für das Kunstmuseum schrieb und die dritte lange Geschichte schrieb Christoph Simon für die Krimitage Burgdorf. Nach der Pause wurde er von Christoph Hoigné interviewt und mit der Pappel, seinem Baum aus dem keltischen Baumkreis, verglichen. Am Anfang erzählte er eine kurze Geschichte aus der neueren Zeit und am Schluss noch zwei. Die Krimis las Christoph Simon in Mundart vor, und das ziemlich schnell. Die Geschichten waren skurill, teils durchschaubar, aber die Worte waren wundervoll. Im Vergleich der Krimis zu den letzten Geschichten, eine davon erzählte er, wie auch dem aktuellen Bühnenprogramm, merkte man, dass er sich positiv weiterentwickelt hat, seit damals. Ein unterhaltender Abend, aber nicht so top wie das aktuelle Bühnenprogramm.

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Fredi Hallauer

MICHAEL HATZIUS

Live „Die Echse“ in der La Cappella am 19. Juni 2023

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Der Puppenspieler mit seiner Echse war nicht zum erstenmal in der La Cappella. Diesmal war es das Ziel von Michael Hatzius neue Sachen auszuprobieren mit der Echse. Das Programm begann mit den beiden Schweinen und was die zum besten gaben war sehr gut und pointiert und auch sehr witzig. Nachher kam die bornierte Echse auf die Bühne und da geschah, was die Echse zu Michael Hatzius sagte, Puppenspieler machen oft Programme ohne Konzept. Was folgte, machte dann auch diesen Eindruck. Es gab viel Publikumsbefragungen, bei denen es dem Künstler etwas an Respekt mangelte. Es war alles etwas Kurzware und teils bekannte Witze die hier von der Bühne kamen. Vieles war zu nahe an der Gürtellinie oder darunter. Von den neuen Charakteren, welche er dem Publikum vorstellen wollte, gemäss Ankündigung, war nichts zu sehen. Zu sehen waren die erwähnten Schweine, die Echse und noch ein Huhn, aber von erwähnten Zecken oder Kamel gab es an diesem Abend keine Spur. Der zweite Teil war dann noch schwächer als der erste, einem Teil des Publikums gefiel dieser Humor. Es war eine ziemlich einfache Unterhaltung mit Längen und Mängeln.

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MATTO KÄMPF

Live: „Zum Geburtstag“ in der La Cappella am 8. Juni 2023

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Matto Kämpf feierte in der La Cappella seinen 53igsten Geburtstag im Rahmen des 25 Jahre La Cappella Programms. Aber beginnen wir am Anfang , des langen und sehr unterhaltenden Abends. Er trat zusammen mit dem Duo Fleischvogu auf, einem Keyboarder und einem Schlagzeuger, welche Musik im Stile vom Trio machten. Matto Kämpf sang und rezitierte skurile Sätze dazu. Nachher begrüsste er das Publikum und sagte, dass er heute über sich erzählen würde und dass ausnahmsweise alles wahr sei. So erzählte er dann humorvoll von Steffisburg, dass Nichts sei und nicht einmal eine Burg habe, aber Heimberg nebendran sei noch viel weniger und die hätten nicht einmal einen Berg. Er erzählte von seinen Grosseltern, Eltern und Geschwister, nicht nur schmeichelnde Episoden, aber immer respektvoll und es waren lustige Geschichten. Dazwischen zeigte er Filme , da er auch Filmemacher ist, natürlich ebenfalls humorvolle. Dann nahmen immer wieder Gäste auf dem Sofa platz und stellten ihm Fragen. Ein Teil der Gäste kannte er schon lange, andere kaum. Die Namen dieser Gäste waren unverständlich angekündigt, den einzigen Gast den ich kannte war Jess Jochimsen. Vor der Pause nochmals Musik und nach der Pause wieder. Dann ging es mit Erzählen weiter und einigen wirklichen Dias aus dem Familienschatz. Er erzählte auch einige seiner Lieblingswitze, welche wirklich lustig waren. Nach einem gemeinsamen Happy Birthday Gesang ging ein wundervoller, witziger, skuriller und intelligenter Spoken Word Abend zu Ende.

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Fredi Hallauer

SI JAMAIS

Live: „SiJamais posthum“ in der La Cappella am 14. Mai 2023

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Das Frauen Musikcomedy Trio zeigte den dritten Teil ihrer Triologie. Es war eine witzige Geschichte über zwei Stunden, welche aber nicht immer ganz wasserdicht war, aber trotzdem eine gute Unterhaltung bot. Ein bisschen zum Nachdenken gab es auch, nämlich zu der Frage was ist Fiktion und was ist real, oder kann man Leben wie man will und Entscheiden wie man will es kommt doch immer aufs gleiche hinaus? Das Theater wurde mit viel Musik und Songs/Lieder angereichert, einerseits Coverversionen, dann Adaptionen und Eigenkompositionen. Die Frauen konnten nicht nur singen, sondern spielten ihre Instrumente hervorragend, als das waren Piano, Klarinetten und Kontrabass. Nicht nur das Ohr kam auf die Rechung, sondern auch die oft wechselnden Kostüme erfreuten das Auge, auch da war viel Witz dabei. Dieses Stück lohnt sich anzusehen, auch wenn man die vorherigen Teile noch nicht gesehen hat, denn es wurde alles immer wieder erklärt, was früher geschah.

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Fredi Hallauer