Live: „Samar“ Kulturhof Schloss Köniz am 7. Juni 2026
Es war ein herrliches Erlebnis, die Aufführung von „Samar“, Zwischenwelten. Es begann in einer weissen Ballonstoffkuppel und die vier Tänzerinnen sah man nur schemenhaft. Dann fiel die Kuppel zusammen und wurde nach hinten geräumt, aber im Verlaufe der Vorstellung immer wieder verschiedentlich eingesetzt. Die vier Tänzerinnen tanzten gemeinsam, im Duo oder auch Solo, den Raum zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Sie tanzten nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft mit einer raffinierten Seilkonstruktion. Die Aufführung war ein Gesamtkunstwerk mit Tanz, Schauspielelementen, Luftakrobatik und der extra komponierten Musik. Man musste nicht alles verstehen wollen, der Eindruck und die Wirkung des Stücks waren viel grösser, wenn man sich einfach in diese Bilder und Musik hineinfallen liess, so hat man viel mehr von der Reise in die Zwischenwelt verstanden. Die Tänzerinnen boten ein körperlich sehr anspruchsvolles Programm und taten dies mit einer Leichtigkeit. Die Lichtinstallation mussten sie selbst im Stück integriert verschieben und auch das Hantieren mit den Seilen und Sicherungen der Kolleginnen gehörte dazu. Dies war eine grosse Leistung mit einer sehr faszinierenden Wirkung auf alle Sinne.
Fredi Hallauer