Live: „Die Silvester-Crasherinnen“ im La Cappella am 28. Dezember 2025

Dieses Programm war eine Idee von Christoph Hoigné aus der La Cappella. Vermutlich war der Titel ein Arbeitstitel bis zum Druck des Programms. Nun stimmte er gar nicht mehr. Er selbst kündigte eine grosse Band an, welche sonst nur in grossen Städten spielt. Doch bald kam eine Conférencière auf die Bühne und verkündete, dass die Band Verspätung habe. Es meldete sich dann eine Frau, die schon lange mal auf die Bühne wollte, und sie füllte die Lücke mit Zaubertricks, mit Magie. Es war LouDeMilla.

Diese Tricks oder Illusionen waren sehr verblüffend und von mir noch nie gesehen. Sie hatte dann offenbar keine Ideen mehr und die Ansagerin fand dann ihre frühere Bandkollegin von siJamais im Publikum und sie spielten und sangen mit Kontrabass und Klavier.

Später kam eine Frau auf die Bühne getorkelt, welche dann merkte, dass sie bei ihren früheren Kolleginnen gelandet war, und sie spielten zu dritt. Bekamen dann aber wieder Streit und LouDeMilla übernahm die Bühne wieder.

Vor der Pause spielten dann siJamais nochmals. Nach der Pause kamen dann endlich die Kessen Cousins, also als Männer verkleidete SiJamais.

Die spielten ein paar Songs und führten sich rüpelhaft auf der Bühne auf und verschwanden wieder. LouDeMilla übernahm noch mal und zum Schluss standen siJamais mit LouDeMilla auf der Bühne. Die Illusionen von LouDeMilla waren grossartig und verblüffend, sie präsentierte ihre Show sehr gekonnt. Si Jamais beherrschten ihre Musik ebenfalls wie immer. Die Geschichte war etwas übertrieben und nicht überall ganz wasserdicht, aber das störte eigentlich nicht, wenn man sie als roten Faden durch das Programm betrachtete. Schauspielerisch fiel Mia Schultz positiv auf. Sie spielte ihre Rollen mit einer grossen Leidenschaft, genau wie sie die Klarinette spielte. Ein gelungener Abend, eine Art Varieté mit starken Künstlerinnen.

Fredi Hallauer