SCHERTENLAIB & JEGERLEHNER

„Textur“ live in der La Cappella Bern am 18. Oktober 2019

Bild Fredi Hallauer

Dieser Abend hätte unter dem Motto stehen können: Tiefsinniger höherer Blödsinn. Was die beiden auf der Bühne boten ist einsame Klasse und etwas vom Besten was die Schweizer Kleinkunstszene zu bieten hat. Nach einem Einleitungsmusikstück las Schertenlaib einen Text mit Fragen zu den Gedanken. Wo ist man wenn man in Gedanken versunken ist? Wo sind die Gedanken? Sie kommen dann auf viele Aussprüche die wir so brauchen wie Der Weg ist das Ziel; oder Keine Nachrichten sind gute Nachrichten und zerpflücken das. Das ist Unsinn sagen sie, Keine Nachrichten sind keine Nachrichten. So geht es sehr lange, immer wieder durch Lieder und Musik illustriert, aufgelockert und zelebriert, weiter. Über das Pressieren war ebenfalls sehr spannend. Wer pressiert kommt weiter, verpasst aber viel, sind so Schlussfolgerungen. Musikalisch spielen sie sich durch Funk und Punk, Jazz, Chansons, Tango und Allerweltsmusik. Sehr lustig und gekonnt ist ihre Blasmusik von ihnen beiden mit dem Mund gemacht, plus die Trommel und Pauke vom Schlagzeug und Jegerlehner dirigierte. Geschichten über ihr Leben mit Abos für Gemüse, Fitness, Theater, Yoga und keine Zeit sie zu nutzen waren ebenfalls sehr amüsant. Es war ein wunderbarer Abend, amüsant, Blödsinn mit Niveau und höchstes Können beim Umgang mit Worten und Musik.

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Fredi Hallauer

SCHERTENLAIB & JEGERLEHNER

Live: „Zunder – ein Nachbrand“ im La Cappella Bern am 2. Mai 2018

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Schertenlaib und Jegerlehner das Duo zwischen Poesie, Musikalität und Irrsinn zog einem absolut in ihren Bann. Sie spielten keine Geschichte, der rote Faden waren Begebenheiten aus ihrem gemeinsamen Leben aber es war abstruser, lebensnaher Irrsinn. Wenn die Steuererklärung kommt muss man die einfach vorbeigehen lassen, und dazu ging Schertenlaib vorbei. Musikalisch waren sie genial mit Schlagzeug, Ukulelen, Handorgel, Trompete, Melodica und Tuba. Die beiden sind etwas vom Besten was es im Moment in der Schweiz auf den Kleinkunstbühnen gibt. man muss sie erlebt haben, das zu bschreiben ist fast unmöglich. hier noch zwei Zitate: „Dä Wäg wo de igschlage hesch isch e guete Wäg; Dä Nagel wo de igschlage hesch isch e Nagel mit Chopf; die Schibe wo de igschlage hesch isch jetzt kaputt“; oder „S Hirni isch kei Seifi, es nimmt nid ab wenns bruchsch“. Mein Tipp: die beiden selber erleben.

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Fredi Hallauer