PHOENIX AUS DER ASCHE 3

Christoph Simon und Samuel Blatter führten durchs Programm mit Lorenz Keiser, Stefanie Grob und Karpi in der La Cappella am 22.Juni 2020

Bild Fredi Hallauer

Der dritte Abend der Reihe startete wie gehabt mit einem Text von Christoph Simon zum Joggen im Wald und Schrittzähler, und dass er nicht weiss, ob das Publikum neben den Abstandsregeln auch die Anstandsregeln noch kennt. Samuel Blatter begleitete am Piano und Synthie und brachte mit einer nicht abgemachten Frage, den Piloten Christoph Simon kurz ins trudeln.

Bild Fredi Hallauer

Lorenz Keiser wurde angesagt und betrat die Bühne mit sehr treffenden Sätzen wie: „Die Natur erholt sich seit Trauffer und Gölä nicht mehr auftreten“ oder „Bei der Entwicklung von Corona gab es bald mehr Experten als Corona Erkrankte“. So ging es weiter, Daniel Koch wurde zur personifizierten Seuche und auch die Verschwörungstheorie bestätigte er, denn Bill Gates, China und die Pharmaindustrie erfanden Donald Trump. Lorenz Keiser war so treffsicher mit seinen Sätzen, dass einem das lachen manchmal im Hals steckenblieb.

Bild Fredi Hallauer

Stefanie Grob die Spoken Word Autorin machte ihren ersten Teil Corona frei, sie las aus verschiedenen Mundarttexten un das gab in 10 Minuten einen Abriss über das Leben.

Bild Fredi Hallauer

Karpi, ja der vom Fernsehen stand als Stand Up Comedian auf der Bühne. manchmal noch etwas auf unsicheren Beinen und man hatte das Gefühl dass er immer wieder den Teleprompter suchte. Er erzählte was er bei Corona alles gelernt hat, z.B. dass man beim Hände waschen happy Birthday singen soll. Ein Kurs im Tierstimmen machen gab er ebenfalls. Nach der Pause sang Samuel Blatter sein Liebeslied an den Steingarten. Karpi sang ein Liebeslied auf Bern, da er seit 10 Jahren in Zürich lebt. er nannte Bern die Stadt in der sich Fuchs und Hess Gute nacht sagen. Stefanie Grob las neue Texte zu Corona und Home Schooling. Lorenz Keiser legte dann noch ein bisschen mit Bitterbösem nach, „Die Schweizer Demokratie ist ein Wiederkäuersystem“ aber vorher spielte er eine demokratische Version des Rütlischwurs. Aber auch an die Zukunft dachte er, denn er nannte die Schweizer besessen von der Vorsorge, also für das Altersheim und er interpretierte einen alten Satz neu, der lautete nun: „Reich ins Heim“. Es war ein gelungener Abend mit Satire, Comedie und Texten. Die KünstlerInnen brachten aber Christoph Simon, bei seinen Interviews ziemlich ins straucheln und stottern. Irgendwie fiel diesmal seine Zusammenfassung auch nicht so genial aus wie an den vorherigen Abenden. Aber offenbar war es schwer sich als Berner gegen eine Zürcher und zwei nach Zürich Ausgewanderte zu behaupten. Der guten Stimmung des gehaltvollen Abends tat das aber keinen Abbruch.

Bild Fredi Hallauer

Fredi Hallauer

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